DIE RICHTIGE PLATTFORM FINDEN

DIE RICHTIGE PLATTFORM FINDEN

Instagram gehört irgendwie dazu. LinkedIn sowieso. TikTok wäre vielleicht noch etwas für die jüngere Zielgruppe und Facebook könnte sicherheitshalber weiterlaufen. So wird aus einem Social Media Account schnell eine ganze Sammlung.

Dabei muss ein Unternehmen nicht auf jeder Social Media Plattform vertreten sein. Entscheidend ist, wo die eigene Zielgruppe unterwegs ist, welche Ziele verfolgt werden und welche Inhalte regelmäßig erstellt werden können.

Die Wahl der richtigen Social Media Plattform beginnt bei der Zielgruppe. Wer Geschäftskunden und Fachentscheider erreichen möchte, findet auf LinkedIn andere Voraussetzungen als auf TikTok. Ein Onlineshop mit visuell starken Produkten kann dagegen von Instagram oder Pinterest profitieren. Facebook kann weiterhin für regionale Unternehmen und ältere Zielgruppen relevant sein. Die größte oder beliebteste Plattform ist deshalb nicht automatisch die beste. Entscheidend ist, ob dort die richtigen Menschen unterwegs sind. Klingt selbstverständlich. Wird erstaunlich häufig trotzdem andersherum gemacht.

Auch das Ziel beeinflusst die Wahl der Plattform. Geht es um Markenbekanntheit, Recruiting, Verkäufe, Webseitenbesuche oder darum, Expertise sichtbar zu machen? LinkedIn eignet sich besonders für Fachwissen und B2B-Kommunikation. Instagram macht Marken, Produkte und Menschen visuell erlebbar. Pinterest kann langfristig Traffic auf Webseiten und Onlineshops bringen. TikTok bietet Zugang zu jüngeren Zielgruppen und YouTube eignet sich für ausführlichere, erklärungsbedürftige Inhalte. Die Frage lautet deshalb nicht nur: Wo können viele Menschen erreicht werden? Sondern auch: Was soll dort erreicht werden?

TikTok klingt spannend. Wenn allerdings niemand Videos produzieren möchte, wird aus der anfänglichen Euphorie vermutlich schnell ein ziemlich stiller Account. Jede Plattform braucht passenden Content. Instagram und TikTok leben stark von visuellen Inhalten und Videos. LinkedIn bietet Raum für Fachwissen, Meinungen und Einblicke. Pinterest funktioniert besonders gut mit Inspiration und langfristig relevanten Inhalten. YouTube bietet Platz für Tutorials und ausführliche Erklärungen. Die richtige Plattform ist deshalb auch diejenige, die langfristig mit guten Inhalten gefüllt werden kann.

Für manche Unternehmen reicht ein einziger Kanal. Für andere ist eine Kombination mehrerer Social Media Plattformen sinnvoll. Entscheidend sind die vorhandenen Ressourcen. Beiträge müssen geplant und erstellt, Kommentare und Nachrichten beantwortet und Ergebnisse ausgewertet werden. Mit jedem zusätzlichen Kanal steigt dieser Aufwand. Ein oder zwei gut betreute Social Media Accounts bringen deshalb häufig mehr als fünf Profile, auf denen nach anfänglicher Motivation langsam Ruhe einkehrt.

Nicht komplett. Inhalte können mehrfach genutzt werden, sollten aber zur jeweiligen Plattform passen. Aus einem Fachartikel kann beispielsweise ein LinkedIn-Beitrag entstehen. Einzelne Erkenntnisse lassen sich für Instagram aufbereiten und ein längeres YouTube-Video kann als kurzes Reel weiterverwendet werden. Gutes Content Recycling spart Ressourcen. Einfach überall denselben Beitrag zu veröffentlichen, verschenkt dagegen Potenzial.

Vor der Entscheidung helfen vier Fragen:

  • Zielgruppe: Sind dort die richtigen Menschen unterwegs?
  • Ziel: Unterstützt die Plattform das, was erreicht werden soll?
  • Content: Gibt es genügend passende Inhalte?
  • Ressourcen: Kann der Kanal dauerhaft gut betreut werden?

Wenn diese Punkte zusammenpassen, ist die Grundlage geschaffen. Das kann für Instagram, LinkedIn, TikTok, Facebook, Pinterest oder YouTube sprechen. Manchmal auch für mehrere Plattformen.
Und manchmal ist die richtige Entscheidung, einen Account nicht zu eröffnen, denn überall ein bisschen präsent zu sein, ist noch lange nicht dasselbe wie dort sichtbar zu sein, wo es wirklich zählt.

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