SOCIAL MEDIA STRATEGIE
Warum viele Unternehmen am falschen Ende anfangen
Ein Social Media Account ist heute schnell erstellt. Ein Logo hochladen, ein Profilbild auswählen und schon kann der erste Beitrag online gehen. Ab diesem Moment übernimmt in vielen Unternehmen allerdings die Spontanität das Steuer: Mal wird ein neues Produkt vorgestellt, mal gibt es ein Foto vom Sommerfest und wenn gar nichts passiert ist, muss eben der internationale Tag des Kaffees herhalten.
Das Problem ist nicht, dass diese Beiträge schlecht sind. Das Problem ist, dass sie häufig keinen gemeinsamen Plan verfolgen. Genau deshalb sprechen wir über Strategien, bevor wir über Content sprechen.
Was ist eine Social Media Strategie?
Keine Sorge. Eine Social Media Strategie ist kein 80-seitiges Dokument, das nach dem Workshop direkt im Schrank verschwindet und dort friedlich Staub sammelt. Sie beantwortet im Grunde nur ein paar ziemlich wichtige Fragen:
- Warum sind wir überhaupt auf Social Media aktiv?
- Wen möchten wir erreichen?
- Welche Plattformen passen zu unserem Unternehmen?
- Und worüber können wir regelmäßig sprechen, ohne jeden Montagmorgen gemeinsam auf einen leeren Redaktionsplan zu starren?
Sind diese Fragen beantwortet, wird vieles erstaunlich einfach. Plötzlich entsteht ein roter Faden und aus einzelnen Beiträgen wird eine echte Kommunikation.
Warum ist eine Social Media Strategie wichtig?
Ein Satz begegnet uns regelmäßig: „Wir möchten einfach wieder mehr posten.“ Das klingt erst einmal vernünftig. Es ist allerdings ungefähr so konkret wie der Neujahrsvorsatz „Ich möchte mehr Sport machen.“ Die eigentliche Frage lautet nämlich: Warum?
Vielleicht sollen neue Kunden gewonnen werden. Vielleicht werden Fachkräfte gesucht. Vielleicht soll das Unternehmen bekannter werden oder mehr Vertrauen aufbauen. Erst wenn das Ziel feststeht, lässt sich entscheiden, welche Inhalte überhaupt sinnvoll sind.
Welche Social Media Plattform passt zu meinem Unternehmen?
Instagram, LinkedIn, Facebook, Pinterest, TikTok. Die Auswahl ist groß und jedes Jahr kommt gefühlt die nächste Plattform dazu. Die gute Nachricht: Die wenigsten Unternehmen sollten überall gleichzeitig aktiv sein.
Viel wichtiger ist die Frage, wo die passende Zielgruppe tatsächlich unterwegs ist und wie viel Zeit intern realistisch investiert werden kann. Ein gepflegter Auftritt auf einer einzelnen Platform schlägt meistens vier verwaiste Profile, deren letzter Beitrag noch Neujahrsgrüße von vor zwei Jahren zeigen.
Wie finde ich passende Inhalte für Social Media?
Fast jedes Unternehmen kennt diesen Moment: Morgen soll etwas online gehen. Heute hat allerdings niemand eine Idee. Dann beginnt das große Brainstorming. Irgendjemand schlägt ein Teamfoto vor, jemand anderes findet noch ein Bild vom Grillfest aus dem letzten Sommer und spätestens jetzt fällt der Satz: „Das können wir doch bestimmt irgendwie posten.“ Mit einer Strategie passiert genau das nicht. Wer Themenfelder und Formate vorher festlegt, muss sich nicht jede Woche neu erfinden. Ideen entstehen leichter und die Beiträge wirken am Ende deutlich stimmiger.
Lohnt sich eine Social Media Strategie überhaupt?
Viele Unternehmen glauben, eine Strategie koste Zeit. Unsere Erfahrung ist genau umgekehrt. Sie spart Diskussionen und spontane Hauruck-Aktionen. Und sie spart den Moment, in dem freitags um 16 Uhr auffällt, dass diese Woche eigentlich noch gar nichts veröffentlicht wurde. Natürlich ersetzt eine Strategie nicht die eigentliche Arbeit. Sie sorgt aber dafür, dass diese Arbeit deutlich entspannter wird.
Unser Fazit
Eine Social Media Strategie ist kein Selbstzweck und auch kein Dokument, das nach dem Workshop in der Schublade verschwindet. Sie ist die Grundlage dafür, dass Social Media nicht zum Zufallsprodukt wird. Wer weiß, wen er erreichen möchte und warum, trifft fast automatisch bessere Entscheidungen. Und genau deshalb entwickeln wir Strategien immer zuerst: Weil guter Content mit einem Plan beginnt.

